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Gidon Lev

Konzentrationslager Theresienstadt, Holocaustüberlebender “Die Vergangenheit ist nie wirklich Vergangenheit, es sei denn, wir haben aus ihr gelernt.” „Mit drei Jahren wurde ich zu einem Menschen ohne Land – zu einem Flüchtling. Das war am 4. Juni 1938. Großbritannien (und andere Länder) erlaubten Hitler, das Sudetenland zu besetzen – einen Teil der ehemaligen Tschechoslowakei, der an Ostdeutschland grenzte. Damit sollte ein Krieg verhindert werden. Das war ein politisch dummer Schachzug, der scheiterte. Die Juden des Sudetenlandes, zu denen meine Eltern, meine Großeltern väterlicherseits und ich gehörten, flohen ins, wie wir hofften, sichere Prag. Ich erinnere mich, wie wir spät in der Nacht unzählige Koffer zum Bahnhof schleppten. Meine Eltern hatten Angst. Ich erinnere mich an mein schönes neues rotes Dreirad mit schwarzem Lenker. Das hatte ich gerade zu meinem Geburtstag bekommen. Ich durfte es nicht mitnehmen. Ich weinte bitterlich. Das war für mich kleines Kind das Flüchtlingsdasein. Wir lebten zusammen mit ...

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Avraham Michael Greenzide

Vorsitzender des Vereins der Veteranen des Zweiten Weltkriegs „Ich war siebzehneinhalb, als ich einen Einberufungsbefehl zur Roten Armee erhielt. Im September 1943 wurde ich eingezogen und zur Grundausbildung geschickt. Als neue Rekruten wurden wir alle mit Kriegsführung und Waffen vertraut, aber kein Ausbildungslager konnte uns auf den Geruch von verbranntem Fleisch vorbereiten. Ich wurde zur Roten Armee eingezogen und kämpfte in Estland, Norwegen und Polen gegen die Nazis. In der harten Schlacht von Kattowitz, Polen, am 12. Januar 1944, spürte ich zum ersten Mal, was es bedeutet, in die Hölle geschleudert zu werden. Es war ganz einfach: entweder tötest du oder du wirst getötet. Wer behauptet, im Kampf keine Angst zu haben, ist entweder ein Lügner oder hat nicht die geringste Ahnung. Ich bin nie ein Feigling gewesen. Ich stürmte vorwärts, wenn es nötig war, aber die Angst hat mich nie verlassen. In Briefen an meine Mutter habe ich geschrieben, ...

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Rafi Eitan

Der Mann, der Adolf Eichmann vor Gericht brachte  “Anfang der 60er Jahre bekamen wir einen Tipp vom argentinischen Generalstaatsanwalt. Es sei möglich, dass sich Eichmann in der Gegend von Buenos Aires aufhält. Ein blinder Deutscher namens Herman hatte uns den ersten Hinweis auf Eichmanns Aufenthaltsort gegeben. Seine Tochter hatte sich offenbar in einen jungen deutschen Mitschüler namens Nicolas verliebt. Herman war die familiäre Herkunft des Jungen suspekt. Er recherchierte und fand heraus, dass Nicolas der Sohn von Adolf Eichmann war. Hermans Tipp war ein erster Anhaltspunkt. Eichmann hatte Familie in Argentinien. Das wussten wir. Wahrscheinlich hielt er sich bei ihr auf.  Wir hatten allerdings keine Adresse. So schickten wir ein Team nach Buenos Aires, dem es gelang, Eichmanns genaue Anschrift zu ermitteln: Eichmann wohnte in der Garibaldi-Straße im Stadtteil San Fernando in Buenos Aires. Am Abend des 11. Mai 1960 um 20:05 Uhr hielt ein Bus in der Straße. Ein ...

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Yehuda Sapporta

Konzentrationslager Bergen Belsen, Holocaustüberlebender “Auf ihrem Höhepunkt zählte die jüdische Gemeinde von Thessaloniki 80.000 Mitglieder. 97 Prozent von ihnen wurden nach Auschwitz deportiert. Mein Vater hatte Glück. Er besaß die spanische Staatsbürgerschaft, weshalb er zunächst nicht nach Auschwitz deportiert wurde. Bis zur Klärung unseres Status wurden wir in ein Ghetto umgesiedelt. Dann hatten wir abermals Glück. Ein neuer spanischer Konsul trat seinen Posten in Griechenland an. Sein Name war Sebastian Romero Radigales. Radigales tat alles in seiner Macht Stehende, um Juden mit spanischer Staatsbürgerschaft zu retten. Die Nazis drängten die spanische Regierung, uns Juden aufzunehmen, aber diese weigerte sich. Bis zur endgültigen Entscheidung über unser Schicksal wurden wir nach Deutschland in das Konzentrationslager Bergen-Belsen verlegt. Radigales kämpfte für uns. Schließlich willigte die spanische Regierung ein, Juden mit spanischer Staatsbürgerschaft die Durchreise durch spanisches Staatsgebiet zu ermöglichen, wenn das endgültige Ziel ihrer Reise ein anderes Land war. Radigales gelang es, 510 ...

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Leila Jabar

Holocaustüberlebende „Meine Geschichte klingt so abstrus, dass ich sie manchmal aus Angst, man könnte mir nicht glauben, nicht erzähle. Geboren wurde ich in Ungarn, in einem Konzentrationslager, als Helene Berschatzky. Meine frühe Kindheit verbrachte ich in einem dunklen, unterirdischen Bunker. Es gleicht einem Wunder, dass wir heute miteinander sprechen. Unter diesen schrecklichen Bedingungen hätte ich nicht länger als ein paar Tage überleben sollen. Einer der deutschen Ärzte, für die meine Mutter arbeiten musste, entpuppte sich in der Nacht nach meiner Geburt als unser Schutzengel. Das war unser Glück. Er versteckte uns – meinen Vater, meine Mutter, meinen Bruder, meine zwei Schwestern und mich – mehr als zwei Jahre lang in einem feuchten Keller, bis zur Befreiung des Lagers durch sowjetische und britische Truppen. Wir kehrten nach Jugoslawien zurück. 1948 beschlossen meine Eltern, den blutenden europäischen Kontinent zu verlassen und nach Israel auszuwandern. Ich erinnere mich noch genau an die Strapazen ...

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Michael Sidko

Der letzte Überlebende des Massakers von Babi Yar “Innerhalb von zwei Tagen, vom 29. bis 30. September 1941, ermordeten deutsche NS-Truppen und ihre ukrainischen Komplizen 33.771 Juden. Unter den Ermordeten befanden sich mein kleiner Bruder Volodya, meine kleine Schwester Clara und meine Mutter. Ich erinnere mich an jedes grausame Detail, obwohl ich damals gerade einmal sechs Jahre alt gewesen war. Ich wünschte, es wäre anders, aber die Bilder, die Geräusche und der Geruch von Schießpulver verfolgen mich bis heute. Die Nazis schleusten uns durch einen Kontrollpunkt. Dort nahmen sie uns unsere Dokumente, unseren Schmuck und alles, was wir sonst noch hatten. Dann begann die Selektion. Die gesunden Männer wurden zur Zwangsarbeit, Frauen und Kinder an zwei verschiedene Orte geschickt. Der Rest, ob alt oder jung, ging zu einer riesigen Todesgrube. Meine Mutter hielt meinen kleinen Bruder Volodya. Er war gerade mal vier Monate alt. Neben ihr ging meine Schwester Clara, ...

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Zippora Singer

Auschwitz-Überlebende des Holocaust “1941, bevor uns der Krieg erreichte, waren wir eine glückliche Familie. Wir wussten, wer Hitler war, konnten uns das Unheil aber nicht vorstellen, das er über uns bringen würde. Ich bin die einzige Überlebende meiner Familie. Ich sah, wie sich polnische Freunde schlimm und unmenschlich verhielten. Andere Menschen wiederum, deren Leben von ihrem letzten Stück Brot abhing, teilten es mit anderen. Was die Nazis mir und meinem Volk angetan haben, werde ich mein Leben lang nicht vergessen. Aber als optimistischer Mensch fühle mich verpflichtet, zwei Lektionen zu teilen, die ich damals gelernt habe: Es ist unsere Pflicht, Völkern und Menschen in Not zu helfen. Und selbst in den Tiefen des Bösen findet man Menschlichkeit. Klaus Himmelstoss ist mein Beweis. Himmelstoss war als Wehrmachtsoldat in unserer besetzten Stadt im Einsatz. Er nahm mich zur Arbeit mit in sein Haus, das zu einer Klinik umfunktioniert worden war. Er erzählte ...

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Dugo Litner

Holocaustüberlebender von Auschwitz “Selbst am finstersten Ort der Erde gibt es Humor. Wenn Menschen an den Holocaust denken, denken sie zu Recht an die Gräuel, die das jüdische Volk erlitten hat. Die Nazis taten alles, um uns die menschliche Würde zu nehmen. Ich nutzte meinen Humor, um die Menschen um mich herum glücklich zu machen. Das war die einzige Möglichkeit, die ich hatte, um meine Menschlichkeit zu bewahren. Ein Beispiel: Der Viehwaggon auf dem Weg nach Auschwitz war so vollgestopft, dass wir uns kaum bewegen konnten. Da verlangte ich von der Person, die fast an mir klebte, mir einen gültigen Fahrschein zu zeigen… Als Antwort hätte ich fast eine Ohrfeige bekommen. Zum Glück gelang es meinem Vater, der zu diesem Zeitpunkt noch bei mir war, das zu verhindern. Ein anderes Beispiel: Wenn ich im Todeslager einen der Kapos (ein Häftling, der andere Häftlinge beaufsichtigte) humpeln sah, machte ich ihn hinter ...

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Nr. 15762

“Wirst du deinem Enkel von mir erzählen, wenn er die Tätowierung sieht?“ “Yosef Diamant hat die Schrecken von Auschwitz überlebt. Er ist der einzige Überlebende seiner unmittelbaren Familie. Seine Eltern und drei Brüder wurden allesamt ermordet. Als Hommage an ihn beschloss die Dayament-Sager-Familie, sich Yosefs Holocaustnummer auf den Unterarm zu tätowieren. Yosefs Enkel Arik entschied sich nach langem Überlegen für das Tattoo. “Ich habe mir die Entscheidung sehr gut überlegt. Mein Großvater war zunächst zurückhaltend. Schließlich fragte er mich: ‚Wirst du deinem Enkel von mir erzählen, wenn er die Tätowierung sieht?‘ Neben Großvaters Nummer haben wir zu Ehren unseres Familiennamens – Diamant – einen kleinen Diamanten gesetzt.“

Katka Talmon

Auschwitz Holocaust survivor “I was among the first prisoner who was deported to Auschwitz. I arrived at Auschwitz on the second transport, A sixteen-year-old girl and I was liberated from the death camp only when I was twenty and half years old after four and half long years in hell. Upon my arrival, at this terrible place, I saw people with dirty uniforms and saved heads and I thought to myself that they must be crazy. It never occurred to me that in a short time, I will become one of those ‘crazy’ people. For someone who wasn’t there, it’s hard for me to explain the cold, hunger, fear, and helplessness I felt during those four and half years and I can’t really explain how I managed to survive it. In Auschwitz, I was subjected to forced labor under brutal conditions. The most horrific one was carrying the bodies of prisoners to the crematorium. Being a prisoner ...

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